ADSp

ALLGEMEINE DEUTSCHE SPEDITEURBEDINGUNGEN

A D S p

Präambel

Diese Bedingungen werden zur Anwendung ab dem 1. Januar 2003 empfohlen vom Bundesverband der Deutschen Industrie, Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels, Bundesverband Spedition und Logistik, Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Hauptverband
des Deutschen Einzelhandels. Diese Empfehlung ist unverbindlich. Es bleibt den Vertragsparteien unbenommen, vom Inhalt dieser Empfehlung abweichende Vereinbarungen zu treffen.

1.        Interessenwahrungs- und Sorgfaltspflicht

Der Spediteur hat das Interesse des Auftraggebers wahrzunehmen und seine
Tätigkeiten mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes auszuführen.

2.       Anwendungsbereich

2.1       Die ADSp gelten für Verkehrsverträge über alle Arten von Tätigkeiten, gleichgültig
ob sie Speditions-, Fracht-, Lager- oder sonstige üblicherweise zum Speditions-
gewerbe gehörende Geschäfte betreffen. Hierzu zählen auch speditionsübliche
logistische Leistungen, wenn diese mit der Beförderung oder Lagerung von Gü-
tern in Zusammenhang stehen.

2.2       Bei speditionsvertraglichen Tätigkeiten im Sinne der §§ 453 bis 466 HGB schuldet
der Spediteur nur den Abschluß der zur Erbringung dieser Leistungen erforderli-
chen Verträge, soweit zwingende oder AGB-feste Rechtsvorschriften nichts an-
deres bestimmen.

2.3       Die ADSp gelten nicht für Geschäfte, die ausschließlich zum Gegenstand haben

-      Verpackungsarbeiten,
-      die Beförderung von Umzugsgut oder dessen Lagerung,
-      Kran- oder Montagearbeiten sowie Schwer- oder Großraumtransporte mit
Ausnahme der Umschlagstätigkeit des Spediteurs,
-      die Beförderung und Lagerung von abzuschleppenden oder zu bergenden
Gütern.

2.4       Die ADSp finden keine Anwendung auf Verkehrsverträge mit Verbrauchern.
Verbraucher ist eine natürliche Person, die den Vertrag zu einem Zweck ab-
schließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätig-
keit zugerechnet werden kann.

2.5      Weichen Handelsbräuche oder gesetzliche Bestimmungen von den ADSp ab, so
gehen die ADSp vor, es sei denn, daß die gesetzlichen Bestimmungen zwingend
oder AGB-fest sind.

Bei Verkehrsverträgen über Luft-, See-, Binnenschiffs- oder multimodale Trans-
porte können abweichende Vereinbarungen nach den dafür etwa aufgestellten
besonderen Beförderungsbedingungen getroffen werden

2.6       Der Spediteur ist zur Vereinbarung der üblichen Geschäftsbedingungen Dritter
befugt.

2.7       Im Verhältnis zwischen Erst- und Zwischenspediteur gelten die ADSp als Allge-
meine Geschäftsbedingungen des Zwischenspediteurs.

3.        Auftrag, Übermittlungsfehler, Inhalt, besondere Güterarten

3.1       Aufträge, Weisungen, Erklärungen und Mitteilungen sind formlos gültig. Nachträg-
liche Änderungen sind als solche deutlich kenntlich zu machen.

Die Beweislast für den Inhalt sowie die richtige und vollständige Übermittlung
trägt, wer sich darauf beruft.

3.2       Soweit für Erklärungen die Schriftform verlangt wird, steht ihr die Datenfernüber-
tragung und jede sonst lesbare Form gleich, sofern sie den Aussteller erkennbar
macht.

3.3       Der Auftraggeber hat dem Spediteur bei Auftragserteilung mitzuteilen, daß Ge-
genstand des Verkehrsvertrages sind:

-       Gefährliche Güter
-       Lebende Tiere und Pflanzen
-       Leicht verderbliche Güter
-       Besonders wertvolle und diebstahlsgefährdete Güter

3.4       Der Auftraggeber hat im Auftrag Adressen, Zeichen, Nummern, Anzahl, Art und
Inhalt der Packstücke, Eigenschaften des Gutes im Sinne von Ziffer 3.3, den Wa-
renwert für eine Versicherung des Gutes und alle sonstigen erkennbar für die ord-
nungsgemäße Ausführung des Auftrags erheblichen Umstände anzugeben.

3.5       Bei gefährlichem Gut hat der Auftraggeber bei Auftragserteilung dem Spediteur
schriftlich die genaue Art der Gefahr und – soweit erforderlich – die zu ergreifenden
Vorsichtsmaßnahmen mitzuteilen. Handelt es sich um Gefahrgut im Sinne des
Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter oder um sonstige Güter, für
deren Beförderung oder Lagerung besondere gefahrgut-, umgangs- oder abfall-
rechtliche Vorschriften bestehen, so hat der Auftraggeber alle für die ordnungs-
gemäße Durchführung des Auftrags erforderlichen Angaben, insbesondere die
Klassifizierung nach dem einschlägigen Gefahrgutrecht, mitzuteilen.

3.6       Der Auftraggeber hat den Spediteur bei besonders wertvollen oder diebstahlsge-
fährdeten Gütern (z.B. Geld, Edelmetalle, Schmuck, Uhren, Edelsteine, Kunstge-
genstände, Antiquitäten, Scheck-, Kreditkarten, gültige Telefonkarten oder andere
Zahlungsmittel, Wertpapiere, Valoren, Dokumente, Spirituosen, Tabakwaren, Un-
terhaltungselektronik, Telekommunikationsgeräte, EDV-Geräte und -Zubehör)
sowie bei Gütern mit einem tatsächlichen Wert von 50 Euro/kg und mehr so
rechtzeitig vor Übernahme durch den Spediteur schriftlich zu informieren, daß der
Spediteur die Möglichkeit hat, über die Annahme des Gutes zu entscheiden und
Maßnahmen für eine sichere und schadenfreie Abwicklung des Auftrags zu trefen.

3.7       Entspricht ein dem Spediteur erteilter Auftrag nicht den in Ziffern 3.3 – 3.6 genann-
ten Bedingungen, so steht es dem Spediteur frei,

-   die Annahme des Gutes zu verweigern,
-   bereits übernommenes Gut zurückzugeben bzw. zur Abholung  bereitzuhalten,
-   dieses ohne Benachrichtigung des Auftraggebers zu versenden, zu befördern
oder einzulagern und eine zusätzliche, angemessene Vergütung zu verlangen, wenn eine sichere und schadenfreie Ausführung des Auftrags mit erhöhten Kosten verbunden ist.

3.8       Der Spediteur ist nicht verpflichtet, die nach Ziffern 3.3 bis 3.6 gemachten Anga-
ben nachzuprüfen oder zu ergänzen

3.9       Der Spediteur ist nicht verpflichtet, die Echtheit der Unterschriften auf irgendwel-
chen das Gut betreffenden Mitteilungen oder sonstigen Schriftstücken oder die
Befugnis der Unterzeichner zu prüfen, es sei denn, daß an der Echtheit oder der
Befugnis begründete Zweifel bestehen.

4.        Verpackung, Gestellung von Ladehilfs- und Packmitteln, Verwiegung und
Untersuchung des Gutes

4.1       Der dem Spediteur erteilte Auftrag umfaßt mangels Vereinbarung nicht

4.1.1     die Verpackung des Gutes,

4.1.2     die Verwiegung, Untersuchung, Maßnahmen zur Erhaltung oder Besserung des
Gutes und seiner Verpackung, es sei denn, dies ist geschäftsüblich,

4.1.3     die Gestellung und den Tausch von Paletten oder sonstigen Ladehilfs- und
Packmitteln.

Werden diese nicht Zug-um-Zug getauscht, erfolgt eine Abholung nur, wenn ein
neuer Auftrag erteilt wird. Dies gilt nicht, wenn der Tausch auf Veranlassung des
Spediteurs unterbleibt.

4.2       Die Tätigkeiten nach Ziffer 4.1 sind gesondert zu vergüten.

5.        Zollamtliche Abwicklung

5.1       Der Auftrag zur Versendung nach einem Bestimmungsort im Ausland schließt
den Auftrag zur zollamtlichen Abfertigung ein, wenn ohne sie die Beförderung bis
zum Bestimmungsort nicht ausführbar ist.

5.2       Für die zollamtliche Abfertigung kann der Spediteur neben den tatsächlich auflau-
fenden Kosten eine besondere Vergütung berechnen.

5.3       Der Auftrag, unter Zollverschluß eingehende Sendungen zuzuführen oder frei
Haus zu liefern, schließt die Ermächtigung für den Spediteur ein, über die Erledi-
gung der erforderlichen Zollförmlichkeiten und die Auslegung der zollamtlich fest-
gesetzten Abgaben zu entscheiden.

6.        Verpackungs- und Kennzeichnungspflichten des Auftraggebers

6.1       Die Packstücke sind vom Auftraggeber deutlich und haltbar mit den für ihre auf-
tragsgemäße Behandlung erforderlichen Kennzeichen zu versehen, wie Adres-
sen, Zeichen, Nummern, Symbolen für Handhabung und Eigenschaften; alte
Kennzeichen müssen entfernt oder unkenntlich gemacht sein.

6.2       Darüber hinaus ist der Auftraggeber verpflichtet,

6.2.1     zu  e i n e r Sendung gehörende Packstücke als zusammengehörig leicht er-
kennbar zu kennzeichnen;

6.2.2     Packstücke so herzurichten, daß ein Zugriff auf den Inhalt ohne Hinterlassen äu-
ßerlich sichtbarer Spuren nicht möglich ist (Klebeband, Umreifungen oder ähnli-
ches sind nur ausreichend, wenn sie individuell gestaltet oder sonst schwer
nachahmbar sind; eine Umwickelung mit Folie nur, wenn diese verschweißt ist);

6.2.3     bei einer im Spediteursammelgutverkehr abzufertigenden Sendung, die aus meh-
reren Stücken oder Einheiten mit einem Gurtmaß (größter Umfang zuzüglich
längste Kante) von weniger als 1 m besteht, diese zu größeren Packstücken zu-
sammenzufassen;

6.2.4     bei einer im Hängeversand abzufertigenden Sendung, die aus mehreren Stücken
besteht, diese zu Griffeinheiten in geschlossenen Hüllen zusammenzufassen;

6.2.5     auf Packstücken von mindestens 1 000 kg Rohgewicht die durch das Gesetz
über die Gewichtsbezeichnung an schweren auf Schiffen beförderten Frachtstü-
cken vorgeschriebene Gewichtsbezeichnung anzubringen.

6.3       Packstücke sind Einzelstücke oder vom Auftraggeber zur Abwicklung des Auf-
trags gebildete Einheiten, z.B. Kisten, Gitterboxen, Paletten, Griffeinheiten, ge-
schlossene Ladegefäße, wie gedeckt gebaute oder mit Planen versehene Wag-
gons, Auflieger oder Wechselbrücken, Container, Iglus.

6.4       Entsprechen die Packstücke nicht den in Ziffern 6.1 und 6.2 genannten Bedingun-
gen, findet Ziffer 3.7 entsprechende Anwendung.

7.        Kontrollpflichten des Spediteurs

7.1       Der Spediteur ist verpflichtet, an Schnittstellen

7.1.1     die Packstücke auf Vollzähligkeit und Identität sowie äußerlich erkennbare Schä-
den und Unversehrtheit von Plomben und Verschlüssen zu überprüfen und

7.1.2     Unregelmäßigkeiten zu dokumentieren (z.B. in den Begleitpapieren oder durch
besondere Benachrichtigung).

7.2       Schnittstelle ist jeder Übergang der Packstücke von einer Rechtsperson auf eine
andere sowie die Ablieferung am Ende jeder Beförderungsstrecke.

8.         Quittung

8.1        Auf Verlangen des Auftraggebers erteilt der Spediteur eine Empfangsbescheini-
gung.

In der Empfangsbescheinigung bestätigt der Spediteur nur die Anzahl und Art der
Packstücke, nicht jedoch deren Inhalt, Wert oder Gewicht. Bei Massengütern,
Wagenladungen und dergleichen enthält die Empfangsbescheinigung im Zweifel
keine Bestätigung des Rohgewichts oder der anders angegebenen Menge des
Gutes.

8.2        Als Ablieferungsnachweis hat der Spediteur vom Empfänger eine Empfangsbe-
scheinigung über die im Auftrag oder in sonstigen Begleitpapieren genannten
Packstücke zu verlangen. Weigert sich der Empfänger, die Empfangsbescheini-
gung zu erteilen, so hat der Spediteur Weisung einzuholen. Ist das Gut beim
Empfänger bereits ausgeladen, so ist der Spediteur berechtigt, es wieder an sich
zu nehmen.

9.         Weisungen

9.1        Eine über das Gut erteilte Weisung bleibt für den Spediteur bis zu einem Widerruf
des Auftraggebers maßgebend.

9.2        Mangels ausreichender oder ausführbarer Weisung darf der Spediteur nach sei-
nem pflichtgemäßen Ermessen handeln.

9.3        Ein Auftrag, das Gut zur Verfügung eines Dritten zu halten, kann nicht mehr wi-
derrufen werden, sobald die Verfügung des Dritten beim Spediteur eingegangen
ist.

10.        Frachtüberweisung, Nachnahme

10.1       Die Mitteilung des Auftraggebers, der Auftrag sei unfrei abzufertigen oder der Auf-
trag sei für Rechnung des Empfängers oder eines Dritten auszuführen, berührt
nicht die Verpflichtung des Auftraggebers gegenüber dem Spediteur, die Vergü-
tung sowie die sonstigen Aufwendungen zu tragen.

10.2       Die Mitteilung nach Ziffer 10.1 enthält keine Nachnahmeweisung.

11.        Fristen

11.1       Mangels Vereinbarung werden Verlade- und Lieferfristen nicht gewährleistet, e-
bensowenig eine bestimmte Reihenfolge in der Abfertigung von Gütern gleicher
Beförderungsart.

11.2       Unberührt bleibt die gesetzliche Haftung des Spediteurs für eine Überschreitung
der Lieferfrist.

12.       Hindernisse

12.1      Leistungshindernisse, die nicht dem Risikobereich des Spediteurs zuzurechnen
sind, befreien ihn für die Zeit ihrer Dauer von den Verpflichtungen, deren Erfüllung
unmöglich geworden ist.

Im Falle der Befreiung nach Satz 1 sind der Spediteur und der Auftraggeber be-
rechtigt, vom Vertrage zurückzutreten, auch wenn der Auftrag schon teilweise
ausgeführt worden ist.

Tritt der Spediteur oder Auftraggeber zurück, so sind dem Spediteur die Kosten
zu erstatten, die er für erforderlich halten durfte oder die für den Auftraggeber von
Interesse sind.

12.2      Der Spediteur hat nur im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht zu prüfen und den Auf-
traggeber darauf hinzuweisen, ob gesetzliche oder behördliche Hindernisse für
die Versendung (z.B. Ein- und Ausfuhrbeschränkungen) vorliegen. Soweit der
Spediteur jedoch durch öffentliche Bekanntmachungen oder in den Vertragsver-
handlungen den Eindruck erweckt hat, über besondere Kenntnisse für bestimmte
Arten von Geschäften zu verfügen, hat er vorstehende Prüfungs- und Hinweis-
pflichten entsprechend zu erfüllen.

12.3      Vom Spediteur nicht zu vertretende öffentlich-rechtliche Akte berühren die Rechte
des Spediteurs gegenüber dem Auftraggeber nicht; der Auftraggeber haftet dem
Spediteur für alle aus solchen Ereignissen entstehenden Folgen. Etwaige An-
sprüche des Spediteurs gegenüber dem Staat oder einem sonstigen Dritten wer-
den hierdurch nicht berührt.

13.       Ablieferung

Die Ablieferung erfolgt mit befreiender Wirkung an jede im Geschäft oder Haushalt
des Empfängers anwesende Person, es sei denn, es bestehen begründete Zwei-
fel an deren Empfangsberechtigung.

15.        Lagerung

15.1       Die Lagerung erfolgt nach Wahl des Spediteurs in dessen eigenen oder fremden
Lagerräumen. Lagert der Spediteur bei einem fremden Lagerhalter ein, so hat er
dessen Namen und den Lagerort dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich be-
kanntzugeben oder, falls ein Lagerschein ausgestellt ist, auf diesem zu vermer-
ken.

15.2       Dem Auftraggeber steht es frei, die Lagerräume zu besichtigen oder besichtigen
zu lassen. Einwände oder Beanstandungen gegen die Unterbringung des Gutes
oder gegen die Wahl des Lagerraumes muß er unverzüglich vorbringen. Macht er
von dem Besichtigungsrecht keinen Gebrauch, so begibt er sich aller Einwände
gegen die Art und Weise der Unterbringung, soweit die Wahl des Lagerraumes
und die Unterbringung unter Wahrung der Sorgfalt eines ordentlichen Spediteurs
erfolgt ist.

15.3       Das Betreten des Lagers ist dem Auftraggeber nur in Begleitung des Spediteurs
zu dessen Geschäftsstunden erlaubt.

15.4       Nimmt der Auftraggeber Handlungen mit dem Gut vor (z.B. Probeentnahme), so
kann der Spediteur verlangen, daß Anzahl, Gewicht und Beschaffenheit des Gu-
tes gemeinsam mit dem Auftraggeber festgestellt wird. Kommt der Auftraggeber
diesem Verlangen nicht nach, ist die Haftung des Spediteurs für später festge-
stellte Schäden ausgeschlossen, es sei denn, der Schaden ist nicht auf die vor-
genommenen Handlungen mit dem Gut zurückzuführen.

15.5       Der Auftraggeber haftet für alle Schäden, die er, seine Angestellten oder Beauf-
tragten beim Betreten des Lagers oder beim Betreten oder Befahren des Lager-
grundstückes dem Spediteur, anderen Einlagerern oder sonstigen Dritten zufü-
gen, es sei denn, daß den Auftraggeber, seine Angestellten oder Beauftragten
kein Verschulden trifft.

15.6       Bei Inventurdifferenzen kann der Spediteur bei gleichzeitigen Fehl- und Mehrbe-
ständen desselben Auftraggebers eine wertmäßige Saldierung des Lagerbestan-
des vornehmen.

15.7       Entstehen dem Spediteur begründete Zweifel, ob seine Ansprüche durch den
Wert des Gutes sichergestellt sind, so ist er berechtigt, dem Auftraggeber eine
angemessene Frist zu setzen, in der dieser entweder für Sicherstellung der An-
sprüche des Spediteurs oder für anderweitige Unterbringung des Gutes Sorge
tragen kann. Kommt der Auftraggeber diesem Verlangen nicht nach, so ist der
Spediteur zur Kündigung ohne Kündigungsfrist berechtigt.

16.        Angebote und Vergütung

16.1       Angebote des Spediteurs und Vereinbarungen mit ihm über Preise und Leistun-
gen beziehen sich stets nur auf die namentlich aufgeführten eigenen Leistungen
oder Leistungen Dritter und nur auf Gut normalen Umfangs, normalen Gewichts
und normaler Beschaffenheit; sie setzen normale unveränderte Beförderungsver-
hältnisse, ungehinderte Verbindungswege, Möglichkeit unmittelbarer sofortiger
Weiterversendung sowie Weitergeltung der bisherigen Frachten, Valutaverhält-
nisse und Tarife, welche der Vereinbarung zugrunde lagen, voraus, es sei denn,
die Veränderungen sind unter Berücksichtigung der Umstände vorhersehbar ge-

wesen. Ein Vermerk, wie etwa “zuzüglich der üblichen Nebenspesen”, berechtigt
den Spediteur, Sondergebühren und Sonderauslagen zusätzlich zu berechnen.

16.2     Alle Angebote des Spediteurs gelten nur bei unverzüglicher Annahme zur soforti-
gen Ausführung des betreffenden Auftrages, sofern sich nichts Gegenteiliges aus
dem Angebot ergibt, und nur, wenn bei Erteilung des Auftrages auf das Angebot
Bezug genommen wird.

16.3     Wird ein Auftrag gekündigt oder entzogen, so stehen dem Spediteur die Ansprü-
che nach §§ 415, 417 HGB zu.

16.4     Wird ein Nachnahme- oder sonstiger Einziehungsauftrag nachträglich zurückge-
zogen, oder geht der Betrag nicht ein, kann der Spediteur dennoch Provision er-
heben.

16.5     Lehnt der Empfänger die Annahme einer ihm zugerollten Sendung ab, oder ist die
Ablieferung aus Gründen, die der Spediteur nicht zu vertreten hat, nicht möglich,
so steht dem Spediteur für die Rückbeförderung Rollgeld in gleicher Höhe wie für
die Hinbeförderung zu.

17.       Aufwendungen des Spediteurs, Freistellungsanspruch

17.1     Der Spediteur hat Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen, die er den Umständen
nach für erforderlich halten durfte.

17.2     Der Auftrag, ankommendes Gut in Empfang zu nehmen, ermächtigt den Spedi-
teur, verpflichtet ihn aber nicht, auf dem Gut ruhende Frachten, Wertnachnah-
men, Zölle, Steuern und sonstige Abgaben sowie Spesen auszulegen.

17.3     Von Frachtforderungen, Havarieeinschüssen oder -beiträgen, Zöllen, Steuern und
sonstigen Abgaben, die an den Spediteur, insbesondere als Verfügungsberechtig-
ten oder als Besitzer fremden Gutes gestellt werden, hat der Auftraggeber den
Spediteur auf Aufforderung sofort zu befreien, wenn sie der Spediteur nicht zu
vertreten hat. Der Spediteur ist berechtigt, nach pflichtgemäßem Ermessen die
zu seiner Sicherung oder Befreiung geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Sofern
nicht die Notwendigkeit sofortigen Handelns geboten ist, hat der Spediteur Wei-
sung einzuholen.

17.4     Der Auftraggeber hat den Spediteur in geschäftsüblicher Weise rechtzeitig auf
alle öffentlich-rechtlichen, z.B. zollrechtlichen oder Dritten gegenüber bestehen-
den, z.B. markenrechtlichen Verpflichtungen aufmerksam zu machen, die mit
dem Besitz des Gutes verbunden sind, soweit nicht aufgrund des Angebots des
Spediteurs davon auszugehen ist, daß diese Verpflichtungen ihm bekannt sind.

18.       Rechnungen, fremde Währungen

18.1     Rechnungen des Spediteurs sind sofort zu begleichen.

18.2     Der Spediteur ist berechtigt, von ausländischen Auftraggebern oder Empfängern
nach seiner Wahl Zahlung in ihrer Landeswährung oder in deutscher Währung zu
verlangen.

18.3     Schuldet der Spediteur fremde Währung oder legt er fremde Währung aus, so ist

er berechtigt, entweder Zahlung in der fremden oder in deutscher Währung zu
verlangen. Verlangt er deutsche Währung, so erfolgt die Umrechnung zu dem am
Tage der Zahlung amtlich festgesetzten Kurs, es sei denn, daß nachweisbar ein
anderer Kurs zu zahlen oder gezahlt worden ist.

19.       Aufrechnung, Zurückbehaltung

Gegenüber Ansprüchen aus dem Verkehrsvertrag und damit zusammenhängen-
den außervertraglichen Ansprüchen ist eine Aufrechnung oder Zurückbehaltung
nur mit fälligen Gegenansprüchen zulässig, denen ein Einwand nicht entgegen-
steht.

20.       Pfand- und Zurückbehaltungsrecht

20.1      Der Spediteur hat wegen aller fälligen und nicht fälligen Forderungen, die ihm aus
den in Ziffer 2.1 genannten Tätigkeiten an den Auftraggeber zustehen, ein Pfand-
recht und ein Zurückbehaltungsrecht an den in seiner Verfügungsgewalt befindli-
chen Gütern oder sonstigen Werten. Das Pfand- und Zurückbehaltungsrecht geht
nicht über das gesetzliche Pfand- und Zurückbehaltungsrecht hinaus.

20.2      Der Spediteur darf ein Pfand- oder Zurückbehaltungsrecht wegen Forderungen
aus anderen mit dem Auftraggeber abgeschlossenen Verkehrsverträgen nur aus-
üben, soweit sie unbestritten sind oder wenn die Vermögenslage des Schuldners
die Forderung des Spediteurs gefährdet.

20.3      An die Stelle der in § 1234 BGB bestimmten Frist von einem Monat tritt in allen
Fällen eine solche von zwei Wochen.

20.4      Ist der Auftraggeber im Verzug, so kann der Spediteur nach erfolgter Verkaufsan-
drohung von den in seinem Besitz befindlichen Gütern und Werten eine solche
Menge, wie nach seinem pflichtgemäßen Ermessen zur Befriedigung erforderlich
ist, freihändig verkaufen.

20.5      Für den Pfand- oder Selbsthilfeverkauf kann der Spediteur in allen Fällen eine
Verkaufsprovision vom Nettoerlös in Höhe von ortsüblichen Sätzen berechnen.

21.       Versicherung des Gutes

21.1      Der Spediteur besorgt die Versicherung des Gutes (z.B. Transport- oder Lager-
versicherung) bei einem Versicherer seiner Wahl, wenn der Auftraggeber ihn vor
Übergabe der Güter beauftragt.

Kann der Spediteur wegen der Art der zu versichernden Güter oder aus einem
anderen Grund keinen Versicherungsschutz eindecken, hat der Spediteur dies
dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen.

21.2      Der Spediteur ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Versicherung des Gutes
zu besorgen, wenn dies im Interesse des Auftraggebers liegt. Der Spediteur darf
vermuten, daß die Eindeckung einer Versicherung im Interesse des Auftragge-
bers liegt, insbesondere wenn

-   der Spediteur bei einem früheren Verkehrsvertrag eine Versicherung besorgt

hat,
-   der Auftraggeber im Auftrag einen Warenwert (Ziffer 3.4) angegeben hat.

Die Vermutung des Interesses an der Eindeckung einer Versicherung besteht
insbesondere nicht, wenn

-   der Auftraggeber die Eindeckung schriftlich untersagt,
-   der Auftraggeber ein Spediteur, Frachtführer oder Lagerhalter ist.

21.3       Der Spediteur hat nach pflichtgemäßem Ermessen über Art und Umfang der Ver-
sicherung zu entscheiden und sie zu marktüblichen Bedingungen abzuschließen,
es sei denn, der Auftraggeber erteilt dem Spediteur unter Angabe der Versiche-
rungssumme und der zu deckenden Gefahren schriftlich eine andere Weisung.

21.4       Ist der Spediteur Versicherungsnehmer und hat er für Rechnung des Auftragge-
bers gehandelt, ist der Spediteur verpflichtet, auf Verlangen gemäß Ziffer 14.1
Rechnung zu legen. In diesem Fall hat der Spediteur die Prämie für jeden einzel-
nen Verkehrsvertrag auftragsbezogen zu erheben, zu dokumentieren und in voller
Höhe ausschließlich für diese Versicherungsdeckung an den Versicherer abzu-
führen.

21.5       Für die Versicherungsbesorgung, Einziehung des Entschädigungsbetrages und
sonstige Tätigkeiten bei Abwicklung von Versicherungsfällen und Havarien steht
dem Spediteur eine besondere Vergütung neben dem Ersatz seiner Auslagen zu.

22.        Haftung des Spediteurs, Abtretung von Ersatzansprüchen

22.1       Der Spediteur haftet bei all seinen Tätigkeiten (Ziffer 2.1) nach den gesetzlichen
Vorschriften. Es gelten jedoch die folgenden Regelungen, soweit zwingende oder
AGB-feste Rechtsvorschriften nichts anderes bestimmen.

22.2       Soweit der Spediteur nur den Abschluß der zur Erbringung der vertraglichen Leis-
tungen erforderlichen Verträge schuldet, haftet er nur für die sorgfältige Auswahl
der von ihm beauftragten Dritten.

22.3       In allen Fällen, in denen der Spediteur für Verlust oder Beschädigung des Gutes
zu haften hat, hat er Wert- und Kostenersatz entsprechend §§ 429, 430 HGB zu
leisten.

22.4       Soweit die §§ 425 ff und 461 Abs. 1 HGB nicht gelten, haftet der Spediteur für
Schäden, die entstanden sind aus

22.4.1     -       ungenügender Verpackung oder Kennzeichnung des Gutes durch den
Auftraggeber oder Dritte;

22.4.2     -       vereinbarter oder der Übung entsprechender Aufbewahrung im Freien;

22.4.3     -       schwerem Diebstahl oder Raub (§§ 243, 244, 249 StGB);

22.4.4     -       höherer Gewalt, Witterungseinflüssen, Schadhaftwerden von Geräten oder
Leitungen, Einwirkung anderer Güter, Beschädigung durch Tiere, natürli-
cher Veränderung des Gutes

nur insoweit, als ihm eine schuldhafte Verursachung des Schadens nachgewie-

sen wird. Konnte ein Schaden aus einem der vorstehend aufgeführten Umstän-
den entstehen, so wird vermutet, daß er aus diesem entstanden ist.

22.5      Hat der Spediteur aus einem Schadenfall Ansprüche gegen einen Dritten, für den
er nicht haftet, oder hat der Spediteur gegen einen Dritten seine eigene Haftung
übersteigende Ersatzansprüche, so hat er diese Ansprüche dem Auftraggeber
auf dessen Verlangen abzutreten, es sei denn, daß der Spediteur aufgrund be-
sonderer Abmachung die Verfolgung der Ansprüche für Rechnung und Gefahr
des Auftraggebers übernimmt.

Der Auftraggeber kann auch verlangen, daß der Spediteur ihm die gesamten An-
sprüche gegen den Dritten erfüllungshalber abtritt. § 437 HGB bleibt unberührt.

Soweit die Ansprüche des Auftraggebers vom Spediteur oder aus der Speditions-
versicherung befriedigt worden sind, erstreckt sich der Abtretungsanspruch nur
auf den die Leistung des Spediteurs bzw. der Versicherung übersteigenden Teil
des Anspruchs gegen den Dritten.

23.       Haftungsbegrenzungen

23.1      Die Haftung des Spediteurs bei Verlust oder Beschädigung des Gutes
(Güterschaden) ist mit Ausnahme der verfügten Lagerung der Höhe nach
begrenzt

23.1.1    auf € 5 für jedes Kilogramm des Rohgewichts der Sendung;

23.1.2    bei einem Schaden, der an dem Gut während des Transports mit einem
Beförderungsmittel eingetreten ist, abweichend von Ziffer 23.1.1 auf den
für diese Beförderung gesetzlich festgelegten Haftungshöchstbetrag;

23.1.3    bei einem Verkehrsvertrag über eine Beförderung mit verschiedenartigen
Beförderungsmitteln unter Einschluß einer Seebeförderung, abweichend
von Ziffer 23.1.1. auf 2 SZR für jedes Kilogramm.

23.1.4    in jedem Schadenfall höchstens auf einen Betrag von € 1 Mio. oder 2 SZR
für jedes Kilogramm, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

23.2      Sind nur einzelne Packstücke oder Teile der Sendung verloren oder beschädigt
worden, berechnet sich die Haftungshöchstsumme nach dem Rohgewicht

-       der gesamten Sendung, wenn die gesamte Sendung entwertet ist,
-       des entwerteten Teils der Sendung, wenn nur ein Teil der Sendung ent-
wertet ist.

23.3      Die Haftung des Spediteurs für andere als Güterschäden mit Ausnahme
von Personenschäden und Sachschäden an Drittgut ist der Höhe nach
begrenzt auf das Dreifache des Betrages, der bei Verlust des Gutes zu
zahlen wäre, höchstens auf einen Betrag von € 100.000 je Schadenfall. Die
§§ 431 Abs. 3, 433 HGB bleiben unberührt.

23.4      Die Haftung des Spediteurs ist in jedem Fall, unabhängig davon, wie viele
Ansprüche aus einem Schadenereignis erhoben werden, begrenzt auf € 2
Mio. je Schadenereignis oder 2 SZR für jedes Kilogramm der verlorenen

und beschädigten Güter, je nachdem, welcher Betrag höher ist, bei mehre-
ren Geschädigten haftet der Spediteur anteilig im Verhältnis ihrer Ansprü-
che.

23.5      Für die Berechnung des SZR gilt § 431 Abs. 4 HGB.

24.       Haftungsbegrenzungen bei verfügter Lagerung

24.1      Die Haftung des Spediteurs bei Verlust oder Beschädigung des Gutes (Güter-
schaden) ist bei einer verfügten Lagerung begrenzt

24.1.1    auf € 5 für jedes Kilogramm des Rohgewichts der Sendung,

24.1.2    höchstens € 5.000 je Schadenfall; besteht der Schaden eines Auftraggebers in
einer Differenz zwischen Soll- und Ist-Bestand des Lagerbestandes (Ziffer 15.6),
so ist die Haftungshöhe auf € 25.000 begrenzt, unabhängig von der Zahl der für
die Inventurdifferenz ursächlichen Schadenfälle. In beiden Fällen bleibt Ziffer
24.1.1 unberührt.

24.2      Ziffer 23.2 gilt entsprechend.

24.3      Die Haftung des Spediteurs für andere als Güterschäden mit Ausnahme von Per-
sonenschäden und Sachschäden an Drittgut ist bei einer verfügten Lagerung be-
grenzt auf € 5.000 je Schadenfall.

24.4      Die Haftung des Spediteurs ist in jedem Fall, unabhängig davon, wie viele An-
sprüche aus einem Schadenereignis erhoben werden, auf € 2 Mio. je Schadener-
eignis begrenzt; bei mehreren Geschädigten haftet der Spediteur anteilig im Ver-
hältnis ihrer Ansprüche.

25.       Beweislast

25.1      Der Auftraggeber hat im Schadenfall zu beweisen, daß dem Spediteur ein Gut
bestimmter Menge und Beschaffenheit ohne äußerlich erkennbare Schäden
(§ 438 HGB) übergeben worden ist. Der Spediteur hat zu beweisen, daß er das
Gut, wie er es erhalten hat, abgeliefert hat.

25.2      Der Beweis dafür, daß ein Güterschaden während des Transports mit einem Be-
förderungsmittel (Ziffer 23.1.2) eingetreten ist, obliegt demjenigen, der dies be-
hauptet. Bei unbekanntem Schadenort hat der Spediteur auf Verlangen des Auf-
traggebers oder Empfängers den Ablauf der Beförderung anhand einer Schnitt-
stellendokumentation (Ziffer 7) darzulegen. Es wird vermutet, daß der Schaden
auf derjenigen Beförderungsstrecke eingetreten ist, für die der Spediteur eine vor-
behaltslose Quittung nicht vorlegt.

25.3      Der Spediteur ist verpflichtet, durch Einholung von Auskünften und Beweismitteln
für die Feststellung zu sorgen, wo der geltend gemachte Schaden eingetreten ist.

26.       Außervertragliche Ansprüche

Die vorstehenden Haftungsbefreiungen und -beschränkungen gelten entspre-
chend §§ 434, 436 HGB auch für außervertragliche Ansprüche.

27.       Qualifiziertes Verschulden

Die vorstehenden Haftungsbefreiungen und -begrenzungen gelten nicht, wenn der
Schaden verursacht worden ist

27.1     durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Spediteurs oder seiner leitenden
Angestellten oder durch Verletzung vertragswesentlicher Pflichten, wobei Ersatz-
ansprüche in letzterem Fall begrenzt sind auf den vorhersehbaren, typischen
Schaden;

27.2     in den Fällen der §§ 425 ff, 461 Abs. 1 HGB durch den Spediteur oder die in
§§ 428, 462 HGB genannten Personen vorsätzlich oder leichtfertig und in dem
Bewußtsein, daß ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde.

28.       Schadenanzeige

Für die Anzeige eines Schadens findet § 438 HGB Anwendung.

29.       Haftungsversicherung des Spediteurs

29.1     Der Spediteur ist verpflichtet, bei einem Versicherer seiner Wahl eine Haftungs-
versicherung zu marktüblichen Bedingungen abzuschließen und aufrecht zu er-
halten, die seine verkehrsvertragliche Haftung nach den ADSp und nach dem Ge-
setz im Umfang der Regelhaftungssummen abdeckt.

29.2     Die Vereinbarung einer Höchstersatzleistung je Schadenfall, Schadenereignis und
Jahr ist zulässig; ebenso die Vereinbarung einer Schadenbeteiligung des Spedi-
teurs.

29.3     Der Spediteur darf sich gegenüber dem Auftraggeber auf die ADSp nur berufen,
wenn er bei Auftragserteilung einen ausreichenden Haftungsversicherungsschutz
vorhält.

29.4     Auf Verlangen des Auftraggebers hat der Spediteur diesen Haftungsversiche-
rungsschutz durch eine Bestätigung des Versicherers nachzuweisen.

30.       Erfüllungsort, Gerichtsstand, anzuwendendes Recht

30.1     Der Erfüllungsort ist für alle Beteiligten der Ort derjenigen Niederlassung des
Spediteurs, an die der Auftrag gerichtet ist.

30.2     Der Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten, die aus dem Auftragsverhältnis
oder im Zusammenhang damit entstehen, ist für alle Beteiligten, soweit sie Kauf-
leute sind, der Ort derjenigen Niederlassung des Spediteurs, an die der Auftrag
gerichtet ist; für Ansprüche gegen den Spediteur ist dieser Gerichtsstand aus-
schließlich.

30.3     Für die Rechtsbeziehungen des Spediteurs zum Auftraggeber oder zu seinen
Rechtsnachfolgern gilt deutsches Recht.